Alexanders Weblog
just another wwF-weblogArchiv für August, 2008
Neue Handynummer!
Ebenfalls ändern wird sich ab Montag die Handynummer, unter der ich erreichbar seien werde. Ich habe den Anbieter gewechselt, damit ich wap-Zugang habe und evtl. sogar später mal mein Handy als LaptopModem, zumindest für emails, nutzen kann. Also für günstige Tarife per Vorwahl (um die 7 Cent/Minute) weiterhin www.billiger-telefonieren.de beuschen. Dann folgende Nummer:
>>> 00227-97027587 <<<
Wir machen uns jetzt auf zum Geburtstagsabendessen in ‘nem schnieken Restaurant. Macht es alle mit einander gut! Grüße aus Niamey!
Morgen geht’s los!
Die Vorbereitungszeit ist zu Ende, die drei Lehmhüttenboys sind in ihren Dörfern en brousse, die Arbeitszeit beginnt – zuindest offiziell. Im Haus ist Ruhe und vor allem etwas Ordnung eingekehrt.
Am Montag, dem ersten September, trete ich an im Museum. Keiner weiß, was mich dort erwarten wird. Vor allem im ersten Monat, denn morgen beginnt auch im muslimischen Kalendar der Ramadan. Das hat zur Folge, dass die afrikanischen Muslime noch viel träger drauf sein sollen, als sie ohne hin schon sind – tagsüber zumindest. Essen sollte man dann aus Höflichkeit auch nicht unbdingt vor deren Nase. Naja, mal sehen, wie seh sich das auf meinen Arbeitsplatz auswirken wird… Aber wenn nichts los sein sollte, bleibt Jara und mir immer noch die Einrichtung unseres Büros. In der kommenden Woche also mehr!
emailfach geleert.
Danke für den Hinweis, ich hatte mich schon gewundert. Aber nach dem Abholen durch Thunderbird, habe ich vergessen Analgen wie Fotos und Geburtstagssongs aus dem nervenden, zu schnel überlaufenden Web.de-Postfach zu löschen! Das ist nun passiert und ich habe Vorkehrungen getroffen, dass es so schnell nicht wieder passieren wird.
Alle heut empfangen Emails werden beantwortet und beim nächsten Internet-Access versand.
WoE, Konzerte und ein absehbares Ende der Vorbereitungszeit!
DieTour nach Tillabéry war ein voller Erfolg! Wir hatten massig Spaß zusammen mit allen Beteiligten und haben eine interessante Show erlebt. Tagsüber wurden wir von dem Studienkollegen des Kameramanns und eigentlichen Medizinstudenten NuHu zu sich nach Hause zum Premier League gucken eingeladen (eigentlich wurde auch Bundesliga versprochen, aber das bekam er leider nicht rein. Danach haben wir die Baustelle eines neuen Kulturzentrum mit großer geplanten Bühne und des neuen Stadions besichtig. Die Mauern des Stadions werden aus der Luft betrachtet den Landesumrissvon Niger beschreiben^^. Nach der vom Direktor des Kulturzentrums erzwngenen Einquartierung in unserem Hotel, sind wir abends zur Show aufgebrochen.
Die Zuschauer erschienen zunächst gar nicht, dann zu Beginn aber alle innerhalb von 5 Minuten. ^^ Master Du, der Moderator heizte alle erfolgreich mit amüsanten Spielen zum Thema Unicef und Aids an, danach traten die 5 FinalGruppen nach einander auf. Alle im bekannten HipHopDress, mit guten Beats und Texten zu besagten Themen. Gute Stimmung insgesamt ![]()
Danach gingen wir noch mit ein paar Leuten der ganzen Tour-Karawane in eine „Bar“ bzw. Biergarten, um ein Bier zu trinken und über Deutschland, DDR, die amerik. PeaceCorps etc.zu reden.
Zurück im Hotel begann noch die Kakerlaken jagt, die weniger erfreulich für die Gejagten ausging. Am näcsten Morgen gings im Tourbus zurück nach Nimey und der Direktor lud noch zu einem Drink auf’m niameyschen Campingplatz ein, wo er auch noch eine Abschiedsrede hielt. Die Artisten tranken teilweise um 11h morgens die große Flasche Flagbier (0,65l). ^^
Alles in allem ein sehr schöner Ausflug mit sehr vielen netten Leuten und vielen neuen „Freundschaften“. Es wurden massig Handynummern ausgetauscht und abschiedsfotos gemacht, die Ihr auch bald noch zu Gesicht bekommen sollt. Leider ist auch hier gerade wieder etwas Stress, weil die anderen auch noch ihre Mail checken wollen. Sie folgen…
Gestern Abend war das aller letzte Konzertder Tour hier in Niamey und es war ein großes Wiedersehen. Nachts landeten wir alle in einer kleinen Bar, tanzend und in bester Laune!
Ich muss wieder los. Ach, der DED hat entschieden, dass die drei Lehmhüttengangster am Freitag in ihre Dörfer aubrechen sollen. Morgen werde ich offiziell im Museum vorgestellt und nächste Woche geht es endlich richtig los! Bis dahin.
Regen und Kälte
Regen. Habe ich gesagt, dass wir mit viel mehr Wasser gerechnet hatten? Habe ich mich evtl. mal beschwert, es würde hier gar nicht der Regenzeit entsprechen?
Nein, quark. Wie hätte ich!? ^^ Also, inzwischen regnet es täglich. Regelmäßig meist inder Zeit von ca. 6-11h in der Früh. „Klasse“, sag man sich und „Schön, dass es im Bereich der Sahelzone mal Regnet“…
Die Straßen werden tatsächlich zu Flüssen und riesige Pfützen blockieren die (Fuß-)Wege. Der Boden ist durchweg schlammig, es ist rutschig. Außerdem geht man nicht mehr raus, um sich beispielsweise Baguette für’s Frühstück zu besorgen. Wasser draussen ist auch ansich nicht schlecht, nicht zuletzt da es die Luft ungemein abkühlt, aber wenn man morgens quasi schon geduscht hat, weil das einzige Leck im Dach ausgerechnet über seinem Bett, über meinem Kopf ist, dann hält sich die Freunde doch so ziemlich in Genzen.
Naja, der Hausmeister ist immerhin in Kenntnis gesetzt worden und „sobald das Dach trocken ist, damit der Kleber auch hält“, ist irgendwann mit einer Reperatur zu rechnen.
Antiproportional zum vermehrten Regen, verhält sich auch die Schlafenszeit. ^^ Je mehr der Regen nachts auf das Wellblechdach ballert, desto weniger Stunden Schlaf bleiben uns (außer Michael) vergönnt.
Das ganze ist keine große Sache, eigentlich wollte ich nur sagen, dass es durch den häufigen Regen hier nahezu kalt geworden ist. Die Temperaturen sinken vormittags auf 22°!!! ZWEI UND ZWANZIG ^^ Uns fröstelt, die Pullis urden von meinen Kollegen schon jetzt rausgeholt und ich überlege mir den sonst so gern gemachten Schritt unter die „kalte“ Dusche nun schon mehr als zweimal.
Den Winter mit ca. 15° kann man sich momentan kaum vorstellen…
WoE-Trip nach Tillabery!
Den Samstag und die Nacht auf Sonntag verbringe ich in Tillabery im Rahmen des „Scène ouverte Rap“. Jara hat bei dem Direktor des CCFN (Franz.-Nigrisches-Kulturzentrum), in dem sie Nachmittags gearbeitet hat, für mich ein gutes Wort eingelegt, sodass ich mit auf diesen WoE-Trip darf. Dabei handelt es sich um ein Konzert der drei Gewinnergruppen eines Rap-Wettbewerbs, dessen Teilnehmer aus ganz Niger kommen. Die Tour begann Anfang August und Endet am 25. in Niamey mit dem Abschlusskonzert. Es handelt sich also um das vorletzte Tourkonzert. Wir fahren Samstag gegen 8 Uhr morgens los, werden drei Stunden im „Mannschaftsbus“ hocken und dann bei den anfallenden Arbeiten helfen… Für die Newcomer-Gruppen ist das die Möglichkeit, ihr gewonnen-finanziertes Album zu präsentieren.
Ich bin gespannt, weil es eine schöne Abwechslung zu werden scheint und ich bestimmt neue Kontakte knüpfen kann!
wieder in der „Zivilisation“ – zum Glück!
Zurück aus’m Busch. Ein Jahr älter und in der Tasche die Gewissheit: ich hab die richtige Entscheidung getroffen.
Es fällt einem ja schon schwer, sich ein Jahr in Niamey, in Afrika vorzustellen… Aber die Zeit in einem der Dörfer, wirklich abgeschnitten von ALLEM, zu verbringen? - für mich unvorstellbar. Die als Ausflug getarnte “Hütten- und Dorfbegehung“ hat uns eine Vorstellung davon gegeben, was Manuel, Michael und Paul erwartet. Dabei wurden wir überall freundlich empfangen. Besonders von den jeweiligen zuständigen Mentoren und Mitarbeiter der ASGN (Giraffenschutzorganisation). Jedoch sind die freundlichen Menschen und die Natur mit ihrer unfassbaren Weite, die beiden einzigen Vorteile, die ich an demLeben, was meine drei Kumpel hier gewählt haben, sehen kann. Was mich störrt, das ist die Abhängigkeit. Man kommt da draußen einfach nicht alleine weg! Angeblich fährt zwar jeden Tag ein „Buschtaxi“ (das mit den Ziegen auf’m Dach) raus, in Richtung Niamey. Aber um zur Haltestelle zu gelangen, muss man sich von einem Mitarbeiter der Organisation fahren lassen.
Also, ich bin froh, dass die Vorstellung bei den jeweiligen Dorfoberhäuptern für mich nicht mit “à la prochaine“, womit dann der eigentliche Einzug gemeint ist, geendet hat und dass der Buschbesuch für mich lediglich eine interessante Geburtstagserfahrung, mit einer schönen Nacht unter dem Sternenhimmel bleibt.
>> Bilder, wie immer hier <<
Lieben Dank natürlich für Eure Glückwünsche. Ich kann nur immer wieder „sagen“, wie gut es tut, zu merken, dass Ihr noch da seid! ![]()
Ich werde mich zu Hause hinsetzen und ein paar Antworten schreiben, die ich dann beim nächsten Internetbesuch abschicken kann! Außerdem habe ich mir fest vorgenommen auch endlich ein paar Texte mit konkreteren Informationen zu verfassen. Mal sehen, ob ich dem Djerma-Sprachkurs dazu ein wenig Zeit abzwacken kann
was hier ungemein fehlt: die WaschMASCHINE!!!
So, ein weiteres WoE ist rum und wieder musste gewaschen weden ^^ Leider ist das mit dem praktischen Klappe-Auf-Wäsche-Rein vorerst vorbei und man muss sich hier den schicken, lila-farbenen Bottich greifen und mit den bloßen Händen ran bis man mal wieder nass geschwitzt ist… Eigentlich ‘ne Sache, an die man sich gewöhnen könnte, wäre da nicht das Problem mit den Händen.
Wieder eine neue Afrika-Erfahrung, es sei Euch also gesagt: Bei der Handwäsche sind schneller Blasen an den Händen als erwartet. ^^
An all die alten „Waschweiber“ unter Euch: Gibt es irgendwelche Tipps, Tricks oder Kniffe, wie ich maximale Sauberkeit mit minimaler Hautreizung erlangen kann? ![]()
Lasst es mich per Kommentar wissen… Ich danke.
Regen und Aklimatisierung!
So, heute haben wir hier zu ersten Mal beinahe gefroren, denn das Thermometer unterschritt erstmalig seit unserer Ankunft die 29° C-Grenze. ^^ Es geschah heut Morgen und auch nur, weil es endlich mal wieder geregnet hat. Jap, wir befinden uns hier in der Regenzeit, trotzdem lässt Petrus uns das frecher weise selten spühren! Um sieben fing es also an und hörte erst gg 11h wieder auf. Da unsere Hütte über ein wunderhübsches-einfaches Wellblechdach verfügt ist bei Regen auch schon nicht mehr an Schlaf zu denken. So trifft man sich auf der Terrasse und genießt die Kälte – die sich praktischer Weise den ganzen Tag noch bemerkbar macht…. Inzwischen ballert übrigens wieder die Sonne, also keine Sorge!
Übrigens: Das Schwitzen hat sich gelegt. Yeah, damit hab ich nicht gerechnet! Aber nach ungefähr 6 Tagen scheint sich der Körper an das Klima gewöhnt zu haben. So reguliert er tatsächlich die zuvor nie enden wollende Transpiration! Wunderbar. Seitdem ist es hier um einiges erträglicher.
Nur gewaschen werden muss trotzdem: per Hand… Ahr, das schlaucht vielleicht und spätestens dabei lässt es sich dann doch nicht vermeiden^^


