Blick von der Terrasse der „weltwärts-Herberge“ den Niger herunter. Ein wunderschönes Bild, kurz bevor Sturm und Regen auch Niamey erreichte. Über uns war es noch angenehm sonnig, weiter hinten, soweit man gucken konnte war der Himmel einfach nur schwarz/blau… Hübsch anzusehen sind die verschieden-unterschiedlichen Farbeben im Bild: die dörfliche Hütte, der abgeschnitte Flussarm, der „schmockig-“ sandige Fluss, die Brücke, der Horizont und natürlich der Atemberaubende verwaschene Himmel! Auf dem dazugehörigen Panorama im Webalbum erkennt man noch, wie der Sturm den Sand vor sich herfegt!
Ca. 15min später nachdem mir einfiel, dass ich noch einige Einkäufe erledigen musste und fluchartig das Haus verlassen hatte, goss es wie aus Kübeln und es erwischte mich erwarteter Weise mitten auf der Straße
Entspannt und in aller Ruhe stapfte ich klittschnass durch die verlassenen Straßen…
Nach einem eher ungewöhnlich unschönen Tag mit diversen „Rückschlägen“ bzw. unschönen Nachrichten und einer heftigen Diskussion mit den Schwarzmarkthändlern, wegen des erneuten Durchschmorens meines, bei ihnen „neuerstandenen“ Dell-Netzteils, war dieses Foto der Startschuss zum Wiedererreichen der besseren Laune!
Nachdem sich nämlich die besagten, fiesen Händler doch noch dazu durchringen ließen, das verpuffte Gerät von ihrem Elektriker inspizieren zu lassen und ich es dort abgeliefert hatte, nahm ich einen direkten, mir bisher unbekannten Weg durchs Quartier zum Grand Marché. Zack, war da auch schon ein Geschäft, dass nach Informatikkram aussah. Reingegangen, netten Nigrer getroffen, Problem erklärt und darauf angespielt, dass ich in 2 Wochen das Land verlasse, in der Hoffnung, er würde den Preis direkt etwas senken… Bei der Frage, was er sich preislich denn so vorstelle, passiert das Unerwartete, was mir auf einen Schlag das Vertrauen in meine Mitmenschen hier zurückbrachte: „WAS? Neeein, du bezahlst das doch nicht, du hast hier in meinem Land gelebt, gearbeitet… Und jetzt bleiben doch nur noch 2 Wochen!? Nimm’s mit und wenn du abreist bringst du’s wieder rum!“ Krass, ich war völlig perplex! Ich merkte genau, wie sich ein riesiges Grinsen auf meinem Gesicht ausbreitete. Hatte ich doch zuvor ca. eine Stunde mit den unnachgiebigen Marktleuten bis zum verrecken Diskutiert und eigentlich nichts erreicht… Danach, auf dem Heimweg, erwischte mich auch noch die angenehme Abkühlung und der Tag war gerettet!
Tja, hier ein Beispiel für die kleinen, ganz persönlichen Erlebnisse, die das Leben hier so interessant und schön gestalten! Meistens sind es Erfahrungen wie diese, die das Leben hier attraktiv und unvergesslich machen und dir gleichzeitig die Unterschiede zum steifen dt. Leben vor Augen führen. Man muss sie gar nicht suchen geschweige denn groß in Seminaren referieren: Um sie hier zu finden, muss man einfach nur vor die Türe gehen!
10 days 2 go – daher dieser nachdenkliche Post? Jap, denn es ist verdammt schön hier und ich hab eine gewisse Vorstellung davon, was sich in 10 Tagen ändern wird… Deutschland, ich komme! Aber erst nehm ich hier noch alles mit
btw. guckt euch den das hier mal an
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