Alexanders Weblog
just another wwF-weblogArchiv für Ankunft in Niamey
Erste Eindrücke 1.1
yeah, wir sind angekommen!!! Das Treffen mit den anderen Niger-Weltwärts-Leuten Paris und der Flug an sich verlief unproblematisch. In Niamey dann, als das viel zu große Flugzeug auf dem für europäische Verhältnisse viel zu kleinen Flughafen die Türen öffnete, wurde man von der Hitze praktisch erschlagen. Seitdem hat man auch noch nicht wieder aufgehört zu schwitzen! ^^
Die diversen Kontrollen verliefen glücklich, die Gepäckankunft eines Kollegen eher weniger: einer seiner Koffer ist auf der Strecke geblieben – gerade ist er voller Hoffnung unterwegs zum Flughafen…
Direkt nach der Ankunft erfährt man, was es heißt ein weißer in Afrika zu sein:
Sobald die Nigrer uns (eine Gruppe “Weißbrote”) entdecken, stürzen sie sich auf uns, wollen Taschen tragen, Karten oder andere selbstgemachte Sachen verkaufen oder einfach nur das “Cadeau” (Geschenk) haben. Besonders schwierig wird es für uns dann hartzubleiben, wenn Jungen mit fehlenden Extremitäten oder Mädchen mit ihrem blinden Großvater auf dich zukommen und nach wenigen CFA fragen. Der Tipp vom DED: Diese Menschen einfach ignorieren! Leichter gesagt als getan. Damit hat man sehr große Probleme und ich sehe noch nicht, dass ich das irgendwann lernen werde…
Momentan sind wir in der Obhut unseres Guides – Abdu -,der uns vom DED für die ersten vier Wochen kindergartentechnisch zugeteilt ist bzw. mit uns die „Preparation“ macht. D.h. er fährt mit uns durch die Gegend, kauft mit uns ein (passt dabei auf, dass wir als unwissende nicht gnadenlos über den Tisch gezogen werden), macht den Djerma-Sprachkurs mit uns, stellt uns sämtlichen Leuten vor und beantwortet geruhsam alle uns nur erdenklichen Fragen. Praktischer Weise spricht er dabei sogar ein wenig Deutsch. Das ganze hat den Nachteil, dass man sich ungemein an die Mobilität gewöhnt. Nach den ersten Wochen, muss man es sich dann erst genau überlegen, was man auf dem Markt kaufen muss und wie man dorthin kommt. Untergebracht sind wir während der Preparation in meinem Haus. Es ist groß. Unerwartet groß und komfortabel. Ein Wächter sitzt vor dem Tor – das ist hier so üblich. Große Zimmer, Gekkos ohne Ende, fließend Wasser, Strom und wenig funktionierende Ventilatoren. Keine Klimaanlage, die ist lediglich in dem Gästezimmer, wo momentan Eva – eine junge Praktikantin der deutschen Botschaft wohnt – vorhanden. Ihr ist sie allerdings zu laut, deshalb bleibt sie ungenutzt! Währenddessen schwitzen wir in unseren Betten bei stehender Luft und 31,5°C.
Die Zeit hier fliegt. Zumindest momentan. Wir müssen spontan aufbrechen! Deshalb gibt‘s erst beim nächsten Mal mehr!
